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Romuntergang

In der Spätantike begann der Stern von Rom, langsam zu sinken. Die Stadt hatte immer noch eine enorme Bevölkerungszahl, aber bei Weitem nicht mehr die politische Bedeutung der Vergangenheit als Mittelpunkt der Welt.

Einen endgültigen Schlussstrich unter Roms antike Glanzzeit zogen verheerende Katastrohpen im 5. und 6. Jahrhundert.

Die einsetzende Völkerwanderung ließ die Mauern der Stadt erzittern. Dem Ansturm der Westgoten und einigen Jahren später der Vandalen und wieder einigen Jahren später der Burgundern hielt selbst die berühmte aurelianische Mauer nicht stand. Die bereits von Kaiser Aurelian gebaute Stadtmauer galt zu ihrer Zeit als uneinnehmbar, jedoch belehrte die Völkerwanderung Rom eines Besseren. Rom wurde ein ums andere Mal geplündert.

Rom verlor durch Plünderungen und Seuchen wie der Pest an Lebensqualität und somit auch an Einwohnern.

Im Jahr 476 ging das Weströmische Reich formell unter und damit ein Großteil der Bedeutung Roms. Das städtische antike Leben mit den großen Thermen dem Kolosseum und weiteren Einrichtungen aus Roms Glanzzeit ging allerdings weiter.
Der Gotenkrieg sollte die Stadt jedoch an den Rand des totalen Unterganges führen. Rom hatte zu dieser Zeit immer noch rund 100000 Einwohner. Der oströmische Kaiser Justinian versuchte eine Rückeroberung des Weströmischen Reiches, das inzwischen unter die Herrschaft der Ostgoten gefallen war. Im Zuge des Gotenkrieges wurden alle antiken Wasserleitungen und damit die Lebensadern der Stadt zerstört. Die letzten noch verbliebenen Senatoren und ihre unmittelbaren Angehörigen wurden ausgelöscht und damit die Bewahrer des antiken Erbes.

Belagerungskämpfe hatten zur Folge das sämtliches städtisches Leben zum erliegen kam und die Stadt vor den Trümmern ihrer Existenz stand. Rom überlebte sein drohendes Ende und entging der totalen Zerstörung nur um Haaresbreite. Das Ergebnis des grausamen Gotenkrieges war die Zerschlagung des ostgotischen Reiches und die Tatsache das Rom nun formell dem Oströmischen Reich angehörte.

Rom wie auch der gesamte italienische Raum waren jedoch mehr eine Last als ein Zugewinn für das oströmische Reich.

Die christliche Kirche und mit ihr das Papsttum übernahmen mehr und mehr die Kontrollfunktionen und die Macht in der Stadt. Rom machte sich erneut auf in eine neue Epoche seiner wechselvollen Geschichte.

Rom war dem Untergang entkommen und bereit für eine neue Reise.