Sie sind hier

NVA Kaserne

NVA prägte das Leben in der Stadt Doberlug-Kirchhain. 1972 war die Kaserne an der Försterei Fost fertig und wurde bezogen. Im Schloss wurde ein neues Regiment aufgestellt, RMTW 13, dieses Regiment bildete nur Reservisten aus. Ende Mai wurde es auf Grund Reduzierung der Streitkräfte der DDR aufgelöst. Das Schloss wurde freigezogen und wartet bis heute auf einen Nutzer.

Die zentrale Ausbildungsbasis, die nordwestlich und nördlich der Lausitzkaserne liegt, wurde 1974 fertig gestellt. Mit dem Beitritt der DDR zur BRD wurden das Eisenbahnausbildungsregiment (EPiAR ll), die zentrale Werkstatt und das Lager Militärtransportwesen (MTW) aufgelöst, denn Eisenbahntransporte gibt es in der Bundeswehr nicht.

Das Reparaturwerk der NVA hatte in der DDR in den 60er Jahren auch eine Konsumgüterproduktion. So konnte man dort optische Geräte, Radios und Fernseher reparieren lassen. Der Inhaber der Firma Broßmann war damals dort als Monteur beschäftigt.
1990 wurde das Reparaturwerk ein Heeresinstandsetzungswerk. Es ist das einzige seiner Art in den neuen Bundesländern, welches weiter besteht.

Das Lager Hennersdorf hatte bis zum 02.Oktober 1989 eine wichtige Rolle für die Versorgung der NVA. Es wurden dort Geschütze und Handfeuerwaffen sowie Ersatzteile und Zubehör für Schützenwaffen, Artillerie und Raketenersatzteile gelagert. Zu keiner Zeit war hier irgendwelche Munition eingelagert. Am 03.Oktober 1989 wurde es Versorgungslager 13 der Bundeswehr. Alle nicht übernommenen Waffen waren hier gelagert, von hier aus verschrottet oder an andere Staaten weitergegeben worden. Am 31.Juli 1993 kam das Aus für diese Dienststelle.

Als jüngste Dienststelle wurde 1972 das Truppenversorgungslager (TVL 34) gebildet und bezog eine neue Kaserne gegenüber der Lausitzkaserne. Es war ein reines Versorgungslager der Luftstreitkräfte der DDR. Aus acht Dienststellen, die früher von Norden bis Süden in der DDR verstreut waren, machte man eine. Das Lager war nach den modernsten Gesichtspunkten der Lagerhaltung eingerichtet. 1990 ging es in den Bestand der Bundeswehr über und wurde aufgelöst.

Für das Leben der Stadt Doberlug-Kirchhain war die NVA in vielen Teilen bestimmend. Für sie wurden neue Wohnungen gebaut, so in der Rückersdorfer Straße, Bahnhofstraße, Torgauer Straße und Erwin-Kramer-Ring. Bei kommunalen Bauten half die NVA. 1966 erfolgten der Bau der Umgehungsstraße Bad Erna, der Bau der Lehrschwimmhalle, der Sauna und der Brücken über die Kleine Elster. Auch beim Hochwasser 1970 half die NVA tatkräftig. Viele Handwerksbetriebe hatten Verträge zur Instandsetzung der Objekte. Auch bei der Versorgung der Kasernen wurde diese Hilfe in Anspruch genommen.